Ein Baum im Wald. Im Vordergrund ist die mit roter Sprühkreide markierte Rinde eines Baumes fokussiert, während im Hintergrund der grüne Wald verschwimmt.

Keine Mördergrube – #bikeknicking, Tag 6

Auch der unge­plan­tes­te Urlaub kann nicht ewig wei­ter­ge­hen. Genau genom­men muss er irgend­wann sogar enden. War­um macht er das also nicht mit Pau­ken und Trom­pe­ten? In mei­nem Fall tat er es – auch wenn die Pau­ken und Trom­pe­ten sich eher in Bind­fä­den mate­ria­li­sier­ten, die es zwi­schen­zeit­lich reg­ne­te. Dabei fing alles so gut an.

Ein Felsvorsprung irgendwo im Wald: umgeben von Bäumen ragt er empor und ist nur lose von Mosen bedeckt.

Vom Cam­ping­platz bis Emmels­hau­sen war es gera­de weit genug, um warm zu wer­den, aber nicht zu weit zum Ver­hun­gern, und das Früh­stück dort gab abso­lut kei­nen Grund zur Kla­ge. War ich bis­lang auf dem Schin­der­han­nes-Rad­weg unter­wegs gewe­sen, muss­te ich ihn nun ver­las­sen, da ab Emmels­hau­sen wie­der Glei­se im Weg lagen. Die Bahn aber woll­te ich nicht neh­men, wes­we­gen ich mich zur Auto­bahn durch­schlug. Um aber nicht ins Radio zu kom­men, hielt ich mich dort ange­kom­men aller­dings an die Wege rechts und links der Auto­bahn. Die waren zwar bei wei­tem nicht so gut asphal­tiert, aber das hät­te ich auch gar nicht gewollt. Ist schon genug ver­sie­gelt. Irgend­wann stieß ich dann wie­der auf die Eisen­bahn und folg­te ihr so mehr oder weni­ger. Sie führ­te mich ins Mör­der­bach­tal, wel­ches für mich an der Him­mels­lei­ter ende­te. Nur Minu­ten spä­ter war in Bop­pard. Zeit für einen Pau­se. Zeit für einen Umstieg auf die Seil­bahn. Das Rad blieb im Tal, ich schweb­te hin­auf auf den Hirsch­kopf und genoss das Wet­ter und die Aus­sicht und ein klei­nes Mittagessen.

Foto aus dem Sitz der Sesselbahn in Boppard. Im Vordergrund ist ein blauer Sitz, der nach links bergauf fährt, während im Hintergrund die Rheinschleife und der Ort Filsen liegen.

Eine Mahl­zeit spä­ter ging es wie­der hin­ab ins Tal. Mein Rad war noch da, der Rhein auch. Selbst die Son­ne schien noch. Kurz vor Koblenz ging dann aber mal kurz die Welt unter. Nach zwan­zig Minu­ten zeig­te sich, dass sie noch immer stand und ich konn­te tro­cken wei­ter­fah­ren. Doch das soll­te es dann auch sein. Eine Nacht noch ver­brach­te ich dort auf dem fürst­li­chen Cam­ping­platz von Knaus. (Wobei es vor allem die Prei­se waren, die ihm die­ses Attri­but ver­lie­hen, auch wenn die Gegen­leis­tung durch­aus in Ord­nung ging.) Am nächs­ten Mor­gen setz­te ich mich in einen Zug nach Augs­burg, um über das Wochen­en­de noch einen Freund heimzusuchen.

Doch das ist eine ande­re Geschichte.

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