Das war das Jahr, das war: 2019

Schon wie­der ist ein Jahr um. Auch wenn es vie­le ande­re, und viel­leicht auch bes­se­re Momen­te gäbe um inne­zu­hal­ten, will ich doch die­ses Alt­jahrs­abend nut­zen, um auf das abge­lau­fe­ne Jahr zurück­zu­bli­cken, ehe ich mich in das neue Jahr stür­zen werde.

Wie 2020 wird, kann ich nicht sagen. Wie der Jah­res­rück­blick wird, weiß ich aber recht gut … (… sag­te er, bevor er tat­säch­lich schrieb, was ihr nun lesen könnt). Ich habe also den Rück­blick von 2018 (sie­he auch: 2017, 20162015201420132012) wie­der aus der Gara­ge geholt, ihn gerei­nigt und gefet­tet und die alten Ant­wor­ten durch neue ersetzt. In die­sem Sin­ne: Abfahrt!

Mehr Koh­le oder weni­ger? Unge­fähr gleich wenig, so wie immer.

Mehr aus­ge­ge­ben oder weni­ger? Unge­fähr gleich viel, wenn auch für ande­re Sachen. (Not loo­king at you, gestoh­le­nes Fahrrad.) 

Mehr bewegt oder weni­ger? Defi­ni­tiv mehr. Sagt jeden­falls Komoot. 

Der schöns­te Moment? Dings 

Das ein­drück­lichs­te beruf­li­che Erleb­nis? Für die einen ist „New Work“ nur ein Schlag­wort, mit dem sich wun­der­bar Bin­go spie­len lässt. Nach dem, was ich im abge­lau­fe­nen Jahr davon aber bei der TASKOM mit­be­kom­men habe, kann es alles wer­den, nur nicht das. Wobei: jetzt liegt es an uns. 

Der hirn­ris­sigs­te Plan? In weni­ger als einer Woche mit dem Rad aus der Pfalz ans Meer fah­ren zu wollen. 

Die gefähr­lichs­te Unter­neh­mung? Was das betrifft, was 2019 erstaun­lich unspektakulär. 

Der bes­te Sex? Jou.

Die teu­ers­te Anschaf­fung? Ein Fahrrad. 

Das leckers­te Essen? Dings 

Das beein­dru­ckends­te Buch? „De zomer hou je ook niet tegen“ (Deutsch: Den Som­mer kannst du auch nicht auf­hal­ten) von Dimi­t­ri Ver­hulst. Wie der Erzäh­ler hier sei­nem Sohn des­sen Her­kunft erzählt, in vie­len klei­nen Epi­so­den, das mag ich so an Ver­hulst. Was ich nicht so mag, ist dass der behin­der­te Sohn des Erzäh­lers nur Vehi­kel für die gan­ze Erzäh­lung ist. Womit ich gekämpft habe: die Spra­che. Aber ich arbei­te an mei­nem Nie­der­län­disch, und für das Wis­sen um Bel­gi­zis­men haben mir Seri­en wie „Beau­sé­jour“ und auch sehr geholfen.

Der ergrei­fends­te Film? „Zeit der Geheim­nis­se“. Net­flix hat es zwar als drei­tei­li­ge Serie getarnt und der Titel ist auch eher so meh, aber die Erzäh­lung selbst ist ange­nehm unkom­pli­ziert und ruhig gehal­ten. Zwi­schen Lachen und Wei­nen lie­gen teil­wei­se nur Sekun­den. Die­ser klei­ne Ensem­ble­film trifft genau mein Humor­zen­trum. Dass die Män­ner in der gan­zen Geschich­te nur Neben­dar­stel­ler sind, tut so gut (und es war so überfällig).

Die bes­te Musik? „Dopo lungo penare“ von Lui­gi Ros­si, eine klei­ne Kan­ta­te über die Lie­be. Aber wer schrieb zu den Zei­ten nicht über Lie­be, Leid und Tod?

Das schöns­te Kon­zert? Wenn mir auch sonst nix bleibt, habe ich zumin­dest noch die Tage Alter Musik in Her­ne, und auch die­ses Jahr haben sie mich nicht ent­täuscht – weder mit der Kir­chen­mu­sik rund um das Tri­en­ter Kon­zil (die Älte­ren wer­den sich an die Legen­de, das Pier­lui­gi da Pal­estri­na mit sei­ner Mis­sa Papae Mar­cel­li die Mehr­stim­mig­keit ret­te­te, erin­nern) noch mit ita­lie­ni­schen Volks­wei­sen, die spät­abends vor­ge­tra­gen wurden.

Die inter­es­san­tes­te Aus­stel­lung? Hät­te ich auch nur eine besucht, wüss­te ich das. 

Der span­nends­te Thea­ter­be­such? Auch der fand nicht statt. 

Der schöns­te Ort? Wup­per­tal, Döp­pers­berg, zur Weihnachtszeit.

Das nötigs­te Gad­get? Mei­ne Noi­se-Can­cel­ling-Kopf­hö­rer. Plötz­lich wur­den Bus und Bahn ganz leise.

Die wich­tigs­te Erkennt­nis? Dass es nix nützt, dass wir mehr sind, wenn wir das Maul nicht aufbekommen.

Die unwich­tigs­te, aber wit­zi­ge Erkennt­nis? Alko­hol ist kei­ne Lösung, aber Ama­ret­to-Apfel­saft ist halt deut­lich akzep­tier­ter als Noi­se-Can­cel­ling-Kopf­hö­rer beim Weihnachtsessen. 

Das bedeut­sams­te Spiel? Pha­se 10 – das Mensch-Ärge­re-Dich-Nicht unter den Kartenspielen.

Die meis­te Zeit ver­bracht mit …? … der Arbeit 

Die schöns­te Zeit ver­bracht mit …? … C. 

Vor­herr­schen­des Gefühl 2019? Ent­setz­te Erstarrung.

Zum ers­ten Mal getan? Um mehr Gehalt bitten.

Nach lan­ger Zeit wie­der getan? Twit­tern und bloggen.

Drei Din­ge, auf die ich gut hät­te ver­zich­ten kön­nen? „Das wird man ja wohl noch ein­mal sagen dür­fen!“, „Stell dich nicht so an!“ und „Das hat mir auch nicht geschadet.“

Die wich­tigs­te Sache, von der ich jeman­den über­zeu­gen woll­te? Dass Auf­ge­ben manch­mal kei­ne Lösung ist.

Das schöns­te Geschenk, das ich jeman­dem gemacht habe? Gemein­sa­me Zeit.

Das schöns­te Geschenk, das mir jemand gemacht hat? Gemein­sa­me Zeit.

Der schöns­te Satz, den jemand zu mir gesagt hat? (Ich bin so schlecht dar­in, mir sol­che Din­ge zu mer­ken. Ich soll­te sie aufschreiben.)

Der schöns­te Satz, den ich zu jeman­dem gesagt habe? (Ich bin so schlecht dar­in, mir sol­che Din­ge zu mer­ken. Ich soll­te sie aufschreiben.) 

2019 war mit einem Wort? Verbesserungswürdig.

Gute Vor­sät­ze für 2020? Maul auf­rei­ßen und Geld sparen.

Foto: Johan­nes Dna­liew  – CC-BY – flickr.com

3 Kommentare zu „Das war das Jahr, das war: 2019

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